Zukunft der Poker-Casinos

Was wird künftig aus den österreichischen Private Card Casinos? Diese Frage ist durchaus berechtigt, denn schon in wenigen Wochen, genauer gesagt am 31.12.2012, wird es zumindest den Sektor privates Poker nicht mehr geben. Laut zweier bekannter Tageszeitungen ist die Übergangsfrist am 31.12.2012 gelaufen, so dass sich alle Anbieter von privatem Poker nunmehr etwas einfallen müssen, um nicht vor dem Aus zu stehen. Der Verfassungsgerichtshof hatte sich gegen private Pokeranbieter ausgesprochen. Bis allerspätestens 31. Dezember müssen alle Angebote entfernt werden, die es in Österreich in diesem Sektor gibt. Wie es anschließend mit den Anbietern weitergeht, darüber hat sich offenbar noch niemand wirklich Gedanken gemacht. Ebenso wie Pokerbetreiber haben es aber auch begeisterte Spieler in Österreich schwer, eine passende Alternative zu finden. Glücklicherweise hängt bei den Kunden der Spielhallen im Netz und in lokalen Pokerräumen wenigstens nicht die eigene Existenz vom Gerichtsbeschluss ab.

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Wie geht es weiter?

Günter Stummvoll, Finanzsprecher der ÖVP, hat zumindest einen guten Ansatz, den er bereits in einer Diskussion innerhalb des Parlaments zur Sprache brachte. Seiner Ansicht nach solle es einen initiativen Vertrag geben. Bis zum heutigen Abend sollte dieser gestellt werden können. Die OÖ Nachrichten zitierten die Aussage von Günter Stummvoll. Er machte offensichtlich das Parlament respektive die dort sitzenden Abgeordneten darauf aufmerksam, dass man durch die neue Gesetzgebung rund 1.000 Leuten den Job nimmt und sie im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße setzt. Das Schlimme daran sei vor allen Dingen, dass dieser Schritt rund zwei Wochen vor dem „Fest der Liebe“, Weihnachten, durchgeführt werden soll. Eine Situation, mit der man nur schwer umgehen kann. Das Bewusstsein, dass Menschen von Entscheidungen betroffen sind, die hier irgendwelche Abgeordnete fällen, haben diese scheinbar nicht.

Massenkündigungen vorprogrammiert

Wie es künftig in Österreich mit dem Sektor Poker weitergehen wird, ist zur aktuellen Stunde nicht bekannt. Der Betreiber der CCC-Gruppe besitzt seit kurzen 12 Poker-Casinos und bietet rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine sichere Arbeitsstelle. Der Umsatz liegt jährlich bei rund 20 Millionen Euro. Diese Casinos mit Pokerangebot soll es jedoch in Zukunft möglicherweise gar nicht mehr geben. Mit dem Kultspiel müssten dann möglicherweise auch die Mitarbeiter weichen. Es kann sein, dass Poker ab Januar 2013 ausschließlich von den Casinos Austria angeboten werden darf. Ob dies tatsächlich so ist, wird sich in wenigen Wochen entscheiden. Die Informationen, die aktuell zu den Bürgern durchdringen, sind derzeit noch sehr schwammig – offensichtlich, weil man selbst nicht weiß, welche Möglichkeiten sich ergeben.

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