Casinos Austria Übernahme geplatzt

Es ist jetzt wirklich ein Schock für die Glücksspielszene in Österreich. Das Oberlandesgericht in Wien hat die Komplettübernahme des Casinos Austria Konzerns durch die Novomatic Gruppe untersagt. Die Zukunft ist nun ungewiss und wie in vielen Verfahren in Sachen Glücksspiel gibt es auch hier wieder verschiedene Punkte, die kaum einer wirklich verstehen kann.

Dass die Casinos Austria AG mehr oder weniger aufgekauft werden sollte, war in der Politik schon lange beschlossen. Zu kompliziert waren die Verflechtungen und Abhängigkeiten der alten Eigner. Zunächst sollte das der Österreichische Staatsfond übernehmen. Doch als es da zu Problemen kam sprang die Novomatic AG ein. Da es sich bei dem Casino und Lotto Anbieter natürlich um ein starkes Unternehmen handelt gab es auch anderes Interessenten. Nach mehreren Streitereien haben sich aber alle beteiligten auf den geplanten Deal geeinigt.

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OLG Untersagt Casinos Austria Übernahme

Dass es mit der geplanten Übernahme nichts werden konnte, hätte man schon recht früh erahnen können. Denn noch bevor die Novomatic AG überhaupt mit dem konkreten Plan an die Öffentlichkeit ging hatte sich der oberste österreichische Wettbewerbshüter Theodor Thanner zu dem Thema in der Presse geäußert. Das ohne wirklich zu wissen was geplant ist, sondern nur basierend auf Medieninformationen, und noch bevor die Sache überhaupt geprüft wurde.

Doch trotz dieses Vorgehens sehen Experten wenig Chancen die Entscheidung noch einmal rückgängig zu machen. Es wäre zwar eine weitere gerichtliche Instanz möglich, allerdings wird das schwer. Jedoch muss hier auch gesagt werden, dass schließlich in den letzten Monaten mehrere Entscheidungen gefallen sind, die so niemand erwartet hätte und auch kaum jemand nachvollziehen kann.

Wettbewerbsrechtliche Probleme führten zum Scheitern

Die Novomatic AG hätte durchaus die Casinos Austria übernehmen können. Allerdings gab es dafür ziemlich hohe Auflagen, so dass der Deal selbst wirtschaftlich kaum noch Sinn gemacht hat. Das wirklich merkwürdige an der Sache ist, dass vor allem wettbewerbsrechtliche Gründe genannt wurden. Was im Prinzip nichts anderes heißt, wie dass so eventuell ein marktbedrohende Stellung entstehen könnte.

Was natürlich einerseits logisch ist, aber seltsam klingt in einem Markt der von Gesetzwegen ein Monopol ist. So könnte man jede Übernahme der Casinos Austria untersagen, schließlich wird auch weiterhin das Unternehmen ein Monopolist sein. Hinzu kommt natürlich, dass durch die Konzessionen der Markt eh so stark überwacht wird, dass hier von einem Freien Markt gar keine Rede mehr sein kann.

Wie geht es weiter mit den Casinos Austria

Für Novomatic scheint die Sache jetzt erstmal gegessen zu sein. Sie besitzen 25 % an der Casinos Austria AG und ob sie die geplanten 15 % noch übernehmen werden ist offen. Ein großer Schaden ist es nicht für das Unternehmen. Allerdings durchaus einer für die österreichische Glücksspielwirtschaft. Hier hätte nämlich wirklich ein globaler Player entstehen können, mit einem starken Fundament in Österreich.

Vermutlich wird jetzt vorerst länger nichts mehr passieren. Die Politik und die Österreichische Staatsholding genau wie die Novomatic AG und das Bankhaus Schelhammer & Schattera werden wohl ihre Anteile halten und so dafür sorgen, dass die Mehrheit des Casino Spiele Anbieters zumindest in Österreichischer Hand bleibt.

Aber das Urteil stärkt auch einen weitere Player. Die Sazka Gruppe hätte keine wettbewerbsrechtlichen Probleme bei einer Casinos Austria Übernahme. Und auch wenn es nach Außen hin einige Dementis gibt scheinen die beiden Milliardäre aus Tschechien wieder verstärkt um die Gunst der Casinos Austria Eigner zu werben. Zumindest den Anteil, den Novomatic nun vermutlich nicht übernehmen wird wollen die beiden haben. Und sollte der Glücksspielkonzern dann doch irgendwann die Schnauze voll haben, dann könnte die Sache wieder ganz anders aussehen.

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