Casinos Austria wachsen

Trotz aller Querelen um die Eigentümerstruktur und des Streits im Hintergrund läuft es für die Casinos Austria richtig rund. Die aktuell noch teilstaatliche Aktiengesellschaft darf sich über ein Umsatzplus von fast Acht Prozent freuen. Was bedeutet, dass im ersten Halbjahr 2016 156 Millionen Euro umgesetzt wurden.

Ein Grund für die zusätzlichen Umsätze liegt vor allem im starken heimischen Markt. Mit den zwölf Spielbanken sowie dem online Casino konnte richtig gut Geld verdient werden im ersten Halbjahr dieses Jahres. Aber auch die ausländischen Beteiligungen des Unternehmens laufen wieder besser. Nachdem man sich von einigen Teilen getrennt hat wird dieses Jahr eine schwarze Null angepeilt. Was weitaus besser wäre als von vielen Experten erwartet.

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Neues Konzept für Casinos geht auf

Es gibt mehrere Gründe für den aktuellen Erfolg der Casinos Austria. Vor allem aber dürfte es an einigen Änderungen liegen, die von dem jetzigen Management nach einigen schlechten Jahren eingeführt wurden. So zum Beispiel wurden die Restaurants in den Spielbanken wieder übernommen. Mittlerweile betreibt das Glücksspiel Unternehmen elf der zwölf Restaurants selbst und konnte damit ein Umsatzplus von fast 25 % erzielen.

Auch der gerade bei ausländischen Spielern sehr beliebte Service und das Angebot sorgen für zusätzliche Gewinne bei dem österreichischen Konzern. Mittlerweile so gab der Konzernchef Karl Stoss bekannt liegt der Anteil an ausländischen Casino Besuchern bei 50 %. Die Nationen sind dabei völlig unterschiedlich. Im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet sind das vor allem Spieler aus Deutschland, Lichtenstein oder der Schweiz. Während in zentraleren Spielbanken eher Spieler aus dem asiatischen und arabischen Raum ihr Glück versuchen.

Defizitäre Töchter wieder auf Erfolgskurs

Ein weiterer Grund sind auch dass viele Unternehmen, die zum Konzern der Casinos Austria gehören wieder Gewinne einfahren. So könnte die Casinos Austria International (CAI) dieses Jahr wirklich sogar schwarze Zahlen schreiben. Zum Teil liegt das an Änderungen in der Führung und einer neuen Strategie aber teilweise scheint sich auch der Markt zu erholen.

Gerade in Deutschland haben die Casinos Austria ja mit ihren Anteilen an den Spielbanken in Niedersachsen bisher nur Geld verloren. In diesem Jahr kann das sich nun ändern. Die deutschen Casinos scheinen wieder besser zu laufen. Was allerdings auch nur sehr kurzfristig sein kann, denn ein Teil des positiven Ergebnis kommt durch Förderungen des Landes zustande.

Lotto und online Casino Anteile sind der Umsatzbringer

Die Casinos Austria besitzen nicht nur Spielbanken in Österreich, sondern sind auch an den Lotterien beteiligt. Diese werfen weiterhin gute Gewinne ab. Allerdings gab es in diesem Bereich auch kein großes Umsatzplus. Im Vergleich zu dem österreichischen online Casino, hier konnte der Umsatz nämlich um ein Viertel auf fast 800 Millionen Euro erhöht werden. Das wurde mit 870.000 Spielern erzielt.

Ebenso hat auch die Fußball Europameisterschaft für ein gutes Umsatzplus bei der Sportwetten Tochter gesorgt. Hier wurden alleine in diesem  Zeitraum mehr als 700.000 zusätzliche Wetten platziert. Da kann man dann schon drüber hinweg sehen, dass die WinWin Automatenhallen weiterhin kaum einen Gewinn abwerfen.

Gefahren für die Casinos Austria

Aktuell läuft zwar alles rund. Und auch der Verwaltungsgerichtshof hat die Aufhebung von drei weiteren Spielbank Konzessionen in Österreich bestätigt. Das heißt es wird so schnell keine Konkurrenz in Sachen großem Spiel für die Casinos Austria AG geben. Doch trotzdem ist nicht alles eitler Sonnenschein. In den nächsten Wochen und Monaten könnte es durchaus zu Problemen kommen.

Übernahme bringt Expansion ins Stocken

Das aktuell wahrscheinlich größte Problem für die Casinos Austria sind die gerade stattfindenden Übernahme Versuche. Novoline bzw. die Novomatic AG hält zwar 40 % an dem Unternehmen, die österreichische Staatsholding 30 % aber auch ein Konsortium von tschechischen Investoren hält 11 %. Und diese wollen sich nicht so einfach ausbooten lassen bei der Komplettübernahme. Mehrere Gerichtsverfahren sind hier anhängig.

Doch auch wenn diese bald entschieden sein könnten bzw. es zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen der Novomatic AG und den Milliardären kommt, so muss die geplante Übernahme erst noch genehmigt werden. Und das nicht nur in Österreich, sondern natürlich auch in allen anderen Ländern in denen die Casinos Austria International aktiv ist. Das heißt hier ist erst einmal Schluss mit einer möglichen Expansion. Und dass kann gerade in einem sich sehr schnell konsolidierenden Markt besonders negativ auswirken.

Weitere Investitionen nötig

Weitere Gründe zur Sorge sind mögliche Investitionen in Österreich. Einige der Spielbanken sind bereits umgebaut, andere müssen aber noch renoviert und verändert werden. Hinzu kommt, dass bis 2019 alle Spielautomaten an das Bundesrechenzentrum angeschlossen werden muss. Das heißt nicht nur ein paar Leitungen ziehen, sondern ein kompletter Austausch von 50 % der über 2.000 Spielautomaten in den Spielbanken.

Alleine hier werden kosten von ca. 40 Millionen Euro auf das Unternehmen zukommen. Rechnet man dann noch andere möglichen Kosten hinzu, dann kann es ganz schnell ganz schön teuer werden. Aber die Verantwortlichen scheinen auf jeden Fall den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und es läuft alle sin die richtige Richtung.

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