Ein etwas anderer Laden

Den Tag der Deutschen Einheit hat die Kölner Polizei genutzt, um wieder einmal Verbrechen aufzuklären. Anstatt den Feiertag zu genießen, waren die Beamten im Einsatz und fanden in Nippes einen türkischen Laden, in dem man viel mehr finden kann als Fladenbrot und Gemüse. Der Supermarkt der besonderen Art wurde gleich geschlossen. Lebensmittel haben sie dort allerdings nur als Tarnung gefunden, denn dahinter steckte vielmehr eine illegale Spielhalle, in der sich wohl mehr als nur ein Kunde vergnügte. Von zufriedenen Gästen kann man sicherlich sprechen – auch, wenn diese zum Einkaufen doch woanders hinmussten. Die Straftat wird natürlich rechtliche Konsequenzen haben. Das Bild, das sich der Kölner Polizei bot, war garantiert eine große Überraschung, die den Beamten noch sehr lange im Gedächtnis bleibt.

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Der Supermarkt ohne Lebensmittel

Schon häufiger mussten sich Polizeibeamte mit illegalem Glücksspiel auseinandersetzen. Diesmal waren die Herrschaften allerdings mehr als überrascht, denn statt dem erwarteten Supermarkt fanden sie im Erdgeschoss des als Laden getarnten Lokals eine Art Gaststätte, in der gleich mehrere Spielautomaten aufgestellt waren. Eine Etage tiefer stießen sie dann auf einen Pokerraum, der mit speziellen Spieltischen ausgestattet war. Außerdem gab es eine nicht gewerblich angemeldete Nähstube, die offensichtlich nebenbei betrieben wurde. Eine weitere Einnahmequelle: ein Gastraum mit Etagenbett – wohl für müde Spieler, die eine Auszeit brauchten. Genäht wurden übrigens mehrere Pokertischbezüge. Die Vorlagen dafür haben die Polizisten ebenso gefunden wie passende Stoffe und eine hochwertige Industrienähmaschine.

Ermittlungen laufen noch

Derzeit kümmern sich die Beamten darum, in den Ermittlungen weiterzukommen. Wie lange sich die Aufklärung hinzieht, ist bisher noch unklar. Nicht einmal den wirklichen Besitzer konnte die Polizei in Köln bislang ausfindig machen, denn wie es bei ausländischen Familien häufig der Fall ist, halten alle zusammen und jeder will seinen Teil dazu beigetragen haben, das Lokale aufrecht zu erhalten. Bis alle Fragen endgültig geklärt sind, bleibt das illegale Etablissement in jedem Fall verschlossen und versiegelt. Rückfragen und sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeipräsidium in Köln entgegen.

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