Gauner geschnappt

Ein deutschlandweit handelndes Netzwerk aus Betrügern wurde nun endlich von Görlitzer Wirtschaftskriminalisten gefasst. Die Suche nach den Tätern hielt Beamte bundesweit in Atem. Inzwischen sind 13 Tatverdächtige gestellt worden. Es wird derzeit nach weiteren Beweisen gesucht, bevor es zur Verhandlung kommt. Ziel ist es, den Tätern den Betrug von Anlegern nachzuweisen: Diese hatten aufgrund der vermeintlich lohnenswerten Geschäfte ins Glücksspiel-Milieu investiert.

Das Netzwerk hatte sich über einen längeren Zeitraum in ganz Deutschland verteilt. Erst jetzt ist es Beamten in Görlitz gelungen, zumindest 13 der Tatverdächtigen ausfindig zu machen. Diese wurden aufgrund noch ausstehender Ermittlungen bisher zwar nicht festgenommen, stehen aber unter ständiger Beobachtung der Wirtschaftskriminalisten. Derzeit wird daran gearbeitet, noch mehr Beweise zu sammeln. Ermittelt wird unter anderem wegen Betrugs sowie dem Handeln ohne Erlaubnis im Kreditwesen. Zudem sollen die Verdächtigen illegale Glücksspiele veranstaltet und damit Investoren übers Ohr gehauen haben.

In verschiedenen Städten sowie Bundesländern wurden inzwischen diverse Wohnungen sowie Büros auf den Kopf gestellt – darunter auch in Hamburg und Berlin sowie Thüringen. Um den Fall endlich aufzuklären und dem illegalen Treiben ein Ende zu setzen, wurden weit über 100 Beamte eingesetzt. Die Razzien sind inzwischen teilweise erfolgreich. Im Wesentlichen haben sich die Betrüger darauf fokussiert, Firmenanteile in der Glücksspielbranche zu verkaufen. Betrogen wurden dabei insbesondere Anleger aus der Schweiz und aus Bayern.

Die Geschäftsanteile selbst stammen aus Spielbanken in Tschechien. Das Geld kam allerdings nie bei den Casinos an, sondern wurde von den Betrügern zumindest zum Großteil eingesackt.
Ob und wann man die 13 Verdächtigen endgültig dingfest machen kann, ist noch unklar.

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