Gemeines Spiel der Inder

In Indien geht es mächtig zur Sache – speziell, was das Thema Glücksspiele angeht. Schon mehrfach wurde in den Medien über die steigende Spielsucht berichtet, und man muss diese extreme Problematik unbedingt ernst nehmen. Wie gefährlich es sein kann, der Sucht zu verfallen, zeigt ein gerade erst bekannt gewordener Fall. In der Nähe von Bangladesch gibt es nämlich ein Dorf, indem ein Spielsüchtiger dadurch auffiel, dass er statt Geld kurzerhand seine gerade einmal 13 Jahre alte Tochter verzockte. Sie wurde letztlich als Spieleinsatz benutzt, und tatsächlich hat der Dorfbewohner die Partie verloren. Schon länger gilt der Mann als zwanghafter Spieler, der sich nicht davon abhalten ließ, seiner in ein Krankheitsbild verwandelten Leidenschaft nachzugehen. Mehrere Stunden lang widmete er sich einer Art Poker Marathon – bis ihm letztlich sein gesamter Besitz verloren ging. Vom Haus bis zum Bargeld war alles weg. Dann kam dem Inder die Idee, seinen Mitspielern das Eheversprechen für seine Tochter zu geben.

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Inder verkauft eigene Tochter

Das Mädchen ist mit ihren 13 Jahren noch sehr jung und wusste vermutlich nicht einmal etwas von dem, was ihr Vater sich dort leistete. Der Favorit des Turniers hatte den Süchtigen besiegt, und nun muss das Kind letztlich für die Sucht ihres Vaters herhalten. Das schockierende Spiel mit einem doch sehr ungewöhnlichen Einsatz fand am 1. Dezember ein. Bereits wenige Stunden später begannen die Familie des Mädchens sowie jene des künftigen Ehegatten, die Hochzeit bis ins letzte Detail zu planen. Nur acht Tage nach dem Turnier wurden die beiden kurzerhand miteinander verlobt, und nicht einmal die Bewohner des Dorfes oder Verwandte schritten ein, sondern nahmen lediglich mit Freude an der Feier teil. Am 22. Januar soll die Ehe geschlossen werden. Die Schule hat das Mädchen aufgrund der anstehenden Heirat abgebrochen.

Schutz der Jugend muss gestärkt werden

Was hierzulande gar nicht vorstellbar wäre, ist in Indien Gang und Gäbe. Glücklicherweise schauen aber auch dort nicht alle weg, denn eine Organisation hat von dem Fall gehört und wird sich nun um das junge Mädchen kümmern. Ihr künftiger Ehegatte ist doppelt so alt wie sie, und genau dagegen möchte das Team zum Schutze von Jugendlichen vorgehen. Sie haben bereits den Weg in das Dorf angetreten und wollen mit allen Mitteln versuchen, die Hochzeit zu verhindern. Schlussendlich gelten nämlich auch in Indien gewisse Gesetze. Strafbar ist unter anderem die zwangsweise Verheiratung von Minderjährigen. Außerdem möchte man sachlich mit den Familien sprechen und sie dazu bewegen, von ihren Plänen abzusehen. Gut ist eine Hochzeit für Kinder ganz sicher nicht – da ist sich die Organisation mit allen Beteiligten sicher.

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