Keine Besserung in Macau

In Macau konnte man Ende 2015 keine wirklich positive Bilanz bei den Glücksspielumsätzen ziehen. So wie bereits vermutet, ist der Rückgang nun bereits zum zweiten Mal in Folge deutlich zu spüren. Die Betreiber der Casinos und auch die Stadt selbst weiß letztlich, wo das Problem liegt: in Anti-Korruptionskampagnen, die auf dem Festland gestartet wurden. Sie sorgen dafür, dass sich kaum mehr ein Spieler nach Macau und in die dort ansässigen Spieltempel traut.

Weitere Einbrüche seit 5 Jahren

Die Spiele-Aufsichtsbehörde hat die Zahlen der Glücksspielmetropole erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben. Demnach sind die Umsätze um ganze 34,3 Prozentpunkte gesunken – innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Chinas Wirtschaft läuft bereits seit Jahren nicht mehr so wie erhofft, und hinzu kommt die landesweit angesetzte Anti-Korruptionskampagne. VIP Spieler der Vergangenheit setzen seitdem kaum mehr einen Fuß in die Spielbanken Macaus. Analysten hatten diese dramatischen Einbrüche bereits kommen sehen, und schlussendlich haben sich die schlimmsten Vermutungen nun ganz offiziell bestätigt. Aaron Fischer, der als Experte für Konsum- und Casinountersuchungen zuständig ist, gab zu verstehen: „Macau ist von der Anti-Korruptionskampagne hart getroffen worden. Sie hat reiche Konsumenten davon abgehalten, Macau zu besuchen. 2016 wird vermutlich ebenfalls kein gutes Jahr werden. Wie auch immer, nach einem Rückgang von 34 Prozent im Jahr 2015 wird die Umsatzkurve vermutlich eher flacher ausfallen, was schon eine große Verbesserung darstellt.“

Besserung nicht in Sicht

Sicher ist die von Präsident Xi Jinping geleitete Kampagne ein wesentlicher Grund dafür, dass Macau immer mehr besondere und vor allem reiche Gäste verliert. Aber es sollen noch weitere Probleme bestehen, an denen die Casinobetreiber derzeit zu arbeiten versuchen. Ihre Hoffnung ist es, den Massenmarkt zu bewegen und darüber neue Kunden zu generieren. Inzwischen planen die Betreiber neue Projekte. Zuletzt wurde das Studio City Hotel und Casino Resort im Oktober 2015 eröffnet, wo auch Stargäste wie Robert de Niro zugegeben waren.

Steve Wynn, der jüngst das Wynn Resorts auf die Beine gestellt hat, sagt im Interview: „Es besteht kein Zweifel daran, dass „Unsicherheit“ das Unwort des Tages in Macau ist.“ An Aufgeben scheint hier aber keineswegs jemand denken zu wollen. Verschiedene Projekte wurden ein wenig verschoben, und schlussendlich bleibt die Hoffnung, schon bald neue Kunden anzulocken.

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