Keine Einigkeit in EU

Noch immer scheint es keine Einigung in der EU zu geben, was das Thema einheitliche Glücksspielregulierung angeht. Von Einigkeit kann man aktuell nur träumen, denn die Meinungen gehen so weit auseinander wie Erde und Neptun auseinander liegen. Die EU-Kommission hatte bereits einen Aktionsplan vorgestellt – mit dem Ziel, die gesamten Staaten mit ins Glücksspiel-Regulierungs-Boot zu holen. Diskussionen gab es diesbezüglich mehr als genug; leider bisweilen ohne sinnvolles Ergebnis. Der EU-Binnenmarktkommissar Barnier hatte die Vorstellung des Aktionsplans in die Hände genommen. Seine Aufgabe: alle EU-Mitgliedsstaaten dazu zu bringen, in Sachen Glücksspielregulierung, Verhinderung illegaler Anbieter und Spielsuchtprävention endlich an einem Strang zu ziehen. Neben der geplanten Vereinheitlichung verschiedener Glücksspielmärkte, die bisweilen sehr unterschiedlich gehandhabt werden, geht es vor allen Dingen darum, Spielsüchtige durch so genannte DNS-Sperren vom Spielen abzuhalten. Expertenmeinungen machen klar, dass derartige Zugangssperren, wie von der Kommission geplant, nicht das Geringste bewirken würden. Man greift zum einen in die Privatsphäre tausender Spielcasino-Besucher ein, und zum anderen lässt sich eine Sperre dieser Art recht simpel umgehen. Der nur mäßige zu erwartende Erfolg rechtfertigt demnach keinen Aufwand dieses Ausmaßes.

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Viele Meinungen – kein gemeinsamer Nenner

Insgesamt spricht erst einmal nichts dagegen, den Glücksspielmarkt einheitlich zu regulieren. Aufgrund unzähliger Meinungsverschiedenheit und diverser Vorgehensweisen und Lösungsansätze ist man aber auch heute noch nicht zu einer effektiven Idee gekommen, die allen Staaten gleichermaßen gerecht werden könnte. Im Fokus steht die Thematik nun schon seit geraumer Zeit – einen Erfolg verzeichnet man bisher jedoch nicht. Die Glücksspielbranche selbst mischt natürlich mit und will ebenfalls ein wenig Einfluss auf den Ausgang der Diskussionen nehmen. Ebenso sitzt Brüssel in der ersten Reihe und versucht sich als eine Art Vermittler zwischen den Staaten. Unaufhaltsam wachen indes Online Casinos aus dem Boden wie Pilze – darunter leider Gottes etliche unseriöse Anbieter, vor denen wir unsere Leser hier immer wieder zu schützen versuchen. Diesen illegal handelnden virtuellen Spielbanken gilt es den Garaus zu machen. Die EU-Kommission will Online Glücksspiel jedoch nicht gänzlich verbieten, sondern vielmehr in Teilen liberalisieren, um als Kontroll-Instrument mehr Einfluss auf das Angebot zu nehmen.

Deutschland erschwert Lösung

Da es nach wie vor keine Einheit in der EU gibt, werden diverse Probleme auch weiterhin bestehen. Insbesondere Spielcasino-Betreiber und Kunden sind verwirrt, denn niemand weiß so genau, wo und in welcher Weise das Spielen überhaupt erlaubt ist. Dies bedeutet für viele Spieler nicht nur einen Schritt in die Grauzone, sondern einen Sprung in die Illegalität. Das alles, obwohl letztlich nichts weiter gewünscht ist als ein wenig Spaß und Abwechslung. Erst in diesem Jahr hat Deutschland seinen neuen Glücksspielstaatsvertrag vorgestellt, der von jenen Exemplaren anderer EU-Mitgliedsstaaten stark abweicht. Während sich Deutschland streng gegenüber Glücksspielanbietern gibt, versiegt die Hoffnung auf eine Einheitslösung mehr und mehr.

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