Kontrollen in bulgarischen Casinos

Wer schon mal in Bulgarien unterwegs war, der wird wissen, dass es dort ein Casino neben dem anderen gibt. Doch was sich da alles so nennt ist für die meisten Gäste schon erstaunlich. Denn was wir von Spielbanken erwarten wird dort in den meisten Fällen nicht erfüllt. Daher plant die Regierung nun entsprechend dagegen vorzugehen, dass sich jede kleine Spielunke auch Casino nennt.

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Grund für diese verstärkten Kontrollen ist das neue Glücksspielgesetz, denn nach diesem darf sich nicht jedes Objekt Casino nennen. Um genau zu sein müssen einige Mindestanforderungen erfüllt werden. Diese beinhalten dass es mindestens fünf Spieltische geben muss. Zwei davon müssen Roulette sein. Ebenso müssen mindestens 15 Spielautomaten aufgestellt sein.

„Casinos“ darf nicht an Wert verlieren

Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass viele Spielhallen einfach versuchen mit dem Begriff Casinos zusätzliche Kunden zu gewinnen bzw. vor allem ausländische Touristen hinein zu locken. Denn in Deutschland, Europa und auch in den USA verbindet man ja mit Casino meist etwas anderes, als eine kleine Spielhalle.

Sollte bei den Kontrollen jemand gewunden werden, der obwohl er die Mindestanforderungen nicht erfüllt weiterhin seine Spielhalle mit Casino bewerben, dann drohen hohe Strafen. Bis zu 5.000 Lewa kann das dann mal schnell kosten. In Euro umgerechnet sind das ungefähr 2.500 Euro. Also durchaus eine ziemlich hohe Summe wenn man das durchschnittliche Einkommen in Bulgarien betrachtet.

Casion statt Casino

Interessant ist was die meisten Betreiber machen, um diese Strafe zu umgehen. Sie nutzen einfach die Bezeichnung Casion anstatt Casino. Gar keine so schlechte Idee, denn schließlich werden einige der potentiellen Besucher nicht mehr wirklich in der Lage sein die Schilder ausführlich zu studieren bzw. zu lesen.

Alle anderen werden wohl davon ausgehen, dass es sich dabei um einen klassischen Schreibfehler handelt. Und die Kosten für ein komplett neues Schild hat man so auch gespart. Das dieser Trick funktioniert ist nicht ungewöhnlich, denn schließlich gibt es ja auch im Internet so genannte Vertipperdomains. Diese machen sich kleine Schreibfehler der Besucher zu Nutze um sie dann auf andere Seiten locken.

Für die bulgarische Regierung bzw. die Ermittler bietet sich damit allerdings eine gute Möglichkeit zusätzlich Geld in die Taschen zu spielen. Denn nicht wenige Experten sind sich sicher, dass die meisten Kontrolleure die Kontrollen vor allem nutzen werden um ein wenig Schwarzgeld in die eigenen Taschen zu wirtschaften. Aber für die Korruption ist dieses osteuropäische Land ja auch nicht umsonst bekannt.

 

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