Novomatic will Streit beenden

Die Lösung in der Sache Casinos Austria schien schon mehrfach zum Greifen nahe. Doch immer wieder kam es anders. Jetzt will die Novomatic endlich das Zepter in die Hand nehmen und dafür sorgen, dass der Streit um den Österreichischen Spielbankbetreiber wirklich bald beigelegt werden kann.

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um echtes geld spielen

Hintergrund ist aktuell eine Klage der beiden kaufinteressierten Karel Komarek und Jiri Smejc. Sie haben einen Anteil an den Casinos Austria übernommen, wurden dann aber von den anderen Eigentümern ausgebremst, die bevorzugt an den Novomatic Konzern verkaufen wollten. Jetzt möchte der Geschäftsführer des für seine Novoline Automaten bekannten Unternehmens das Zepter in die Hand nehmen und hat die beiden Milliardäre zu direkten Verhandlungen eingeladen.

Einigung im Streit um Casinos Austria erwartet

Wenn es nach Novomatic General Harald Neumann geht, dann wird es noch in diesem Jahr zu einer Einigung mit den beiden Investoren geben. Wie diese Einigung aber aussehen könnte, dazu gibt es noch keine Aussage. Es ist auch schwer vorstellbar welche Möglichkeiten hier offen stehen. Denn eines scheint klar, Novomatic plant die Casinos Austria AG komplett zu übernehmen.

Das Ergebnis könnte also zum Beispiel ein sehr lukratives Angebot für die knapp 12 % zu machen, die aktuell den beiden Tschechen gehören. Doch allzuweit kann man sich hier auch nicht aus dem Fenster lehnen. Schließlich sind noch große Anteile nicht im Besitz der Novomatic. Ein Teil der alten Eigentümer scheint aktuell nicht zum Verkauf bereit, aber das Drittel der Österreichischen Investitionsgesellschaft könnte demnächst durchaus an das Glücksspielunternehmen gehen.

Zukunft der Casinos Austria AG ungewiss

Sollten sich jetzt die Novomatic wirklich mit den beiden Streithähnen einigen, dann ist das zwar ein erster Schritt, aber noch lange nicht das Ende in Sachen Casinos Austria. Denn die Bundeswettbewerbsbehörde in Österreich hat formale Bedenken angemeldet. Verständlich schließlich ist der Automatenmarkt bereits zu großen Teilen in der Hand von Novomatic Töchtern, mit einer Übernahme der Spielbanken könnte die Marktmacht zu groß werden. Vor allem auch weil die Lotterien ebenso dazu gehören.

Deshalb steht hier noch eine vertiefte Prüfung durch das Kartellgericht bevor. Aktuell geht zwar niemand davon aus, dass diese wirklich negativ ausfällt, doch sollte das der Fall sein würde das Thema wieder von neuem hochkochen. Dann könnte aber eventuell wieder Plan A greifen, in dem die Österreichische Investitionsgesellschaft den Spielbank Betreiber aufkauft.

Streit hat keine Auswirkungen auf Novomatic

Für Novomatic ist die Übernahme der Casinos Austria ein wichtiger Schritt. Jedoch nicht der einzige, der dazu führen soll weiter zu wachsen. Nach einem erfolgreichen Jahr 2015 mit gestiegenen Umsätzen, mehr Mitarbeitern und verschiedenen Zukäuften plant das Unternehmen auch 2016 weitere Übernahmen, um in den Kernmärkten in Europa weiter zu wachsen.

Das Geld für die Investitionen ist vorhanden. Ein Börsengang ist deshalb nicht nötig um an Kapital zu kommen. Das hat auch der Sohn des Konzern Gründers noch einmal bestätigt. Die aktuelle Struktur bietet die besten Voraussetzungen zum weiteren Wachstum.

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