Novomatic zieht Klage zurück

Die Casino Lizenzen in Österreich werden aufgrund von EU-Vorgaben neu ausgeschrieben. Das es da zu Reibereien – um es nett auszudrücken – zwischen den Bewerbern kommt. Denn im Endeffekt fühlt sich jeder unterlegene Bewerber betrogen und wird alle Chancen nutzen doch noch an die Fleischtöpfe des Glücksspiels zu kommen.

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So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass die Novomatic AG, die der Casino Austria AG für die Casino Lizenzen bisher unterlegen war beim Verfassungsgerichtshof Klage eingereicht hat. Was jedoch verwunderlich ist, ist die Tatsache, dass die Novomatic AG nun kurz vor einer Entscheidung diese Klage zurück genommen hat. Über die Gründe kann natürlich spekuliert werden, aber viele Experten sind der Meinung, dass es zu einem Gentlemen’s Agreement zwischen den Bewerbern gekommen ist.

Haben Novomatic und Casino Austria die Lizenzen aufgeteilt?

Bisher gab es zwölf Casinos. Diese wurden alle von der Casino Austria betrieben. Bei der neuen Ausschreibung wurden diese zwölf Casinos in zwei Pakete aufgeteilt. Sechs in der Landeshauptstadt, dass sich bereits die Casino Austria gesichert hat und um die es eigentlich in der Klage ging, und sechs in den Bundesländern. Um dieses sechs in den Bundesländern läuft noch die Lizenzvergabe, Bewerber sind auch hier nur die beiden Kontrahenten.

Doch das spannende worum es nun geht sind drei neue Casinos für die entsprechende Lizenzen ausgeschrieben sind. Für diese gibt es mit Casino Austria und Novomatic zwei Österreichische Bewerber und mit den Century Casinos sowie der Gauselmann Gruppe in Kooperation mit der Stadtcasino Baden AG zwei ausländische Bewerber.

Das Agreement zwischen Novomatic und Casino Austria soll nun lauten, dass Casino Austria ihre bisherigen zwölf Casinos weiter betreiben darf während Novomatic die neuen Casino Lizenzen erhält. Also sozusagen, die kleine Österreichische Lösung von der beide was haben.

Lizenzvergabe könnte zu Problemen mit der EU führen

Die Lizenzvergabe sowohl für das große Spiel wie auch das kleine Spiel hat jedoch nicht nur Streit zwischen Österreichischen Glücksspielunternehmen heraufbeschworen, nein auch die EU schaut ganz genau hin. Denn es ist erstaunlich, dass bisher nur die beiden Platzhirsche Casino Austria und Novomatic zum Zug gekommen sind. Und es entsteht doch der Eindruck, dass die Vergabekriterien entsprechend so auf die beiden zugeschnitten wurden.

Das heißt nur wenn die Klage von Novomatic nicht mehr aktiv ist, heißt das noch lange nicht, dass die ganze Sache durch und das Thema abgehackt ist. Es gibt ja noch weitere Mitspieler und die werden nicht so einfach und schnell Ruhe geben. Und auch die EU wird auch in Zukunft weiterhin genau hinschauen.

 

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