Razzia in Pokercasinos

Unschön ist es, wenn eine Pokerrunde durch einen Zwischenfall unterbrochen wird. Noch gemeiner allerdings, wenn es sich bei dem „Störenfried“ um die Finanz handelt. Sie stürmte vor einige Tagen ein Pokerspiel.

Die erste Razzia der Polizei in Zusammenarbeit mit der Finanz war ganz offensichtlich ein voller Erfolg. Laut Angaben eines Gastes wurden wortlos Schilder auf die Tische der großen Pokerrunde gestellt, um schlussendlich ein paar „Schnappschüsse“ zu machen. Das Beweismaterial wurde erstellt, um dem Betreiber in einigen Monaten den Prozess machen zu können. Sämtliche Gäste an den Pokertischen werden als Zeugen mit einbezogen. Jürgen Molnar, der selbst an diesem Abend anwesend war, teilte mit: „Ich bin mir vorgekommen wie ein Schwerverbrecher. Wir mussten sitzen bleiben und durften nicht einmal aufs Klo.“

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Razzia ein voller Erfolg

Stattgefunden hatte die Großrazzia am vergangenen Samstag, im bekannten Grazer Alphacasino. Bis auf weiteres muss der Betrieb geschlossen bleiben. Erschütternd war die Tatsache, dass die Finanz mit einer Beamtin auflief, die für die Spieler im Alphacasino keine Unbekannte ist. Laut ihnen vergnügt sich die Dame selbst nur allzu gerne an den Pokertischen. Molnar teilte in einem Interview mit, dass die Frau bereits einige Male selbst teilgenommen hatte. Die Gelegenheit, dem Chef der Beamtin davon zu erzählen, packte der Spieler beim Schopfe. Angesprochen auf dieses Faktum wurde die Dame laut Angaben ganz rot im Gesicht und schüttelte verneinend den Kopf. Sollte sich jedoch bewahrheiten, was Jürgen Molnar in der Nacht auspackte, muss die Beamtin der Finanz womöglich mit einem Disziplinar-Verfahren rechnen.

Eine Beamtin im Fokus

Einige Spieler haben die Finanzpolizistin im Zuge der Razzia sogar auf Fotos verewigt. Im Grunde genommen war den Betreibern bereits seit Januar klar, dass es schon bald zu einem solchen Großaufgebot an Polizisten kommen würde. Schließlich ist Pokern seit Anfang 2013 ausschließlich in den Casinos Austria erlaubt. Es gibt noch immer keine Aussicht auf Lizenzen für andere Betriebe. Man hatte dennoch gehofft, dass auch diesem Betrieb eine Gnadenfrist eingeräumt würde. Vielleicht gelingt es dem Betreiber sogar, diese beim nun anstehenden Verfahren zu erwirken. Die Kartengeber selbst haben zumindest nichts zu befürchten, und auch die Teilnahme am Spiel ist bisweilen nicht strafbar. Damit sind die Spieler und Dealer zwar aus dem Schneider, müssen aber möglicherweise Zeugenaussagen treffen. Bestraft wird damit letztlich der Organisator des Ganzen. Einige Spieler teilten mit, sie würden nach diesem Schreck wohl nur noch daheim und ganz privat pokern.

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