Schluss mit Automaten in Wien

Das neue Jahr ist angebrochen und widererwarten gibt es kein Automatenspiel mehr in Wien. Viele Unternehmen hatten ja angekündigt sich nicht an das Verbot zu halten. Doch anscheinend haben die hohen Strafdrohungen und die Ansagen der Stadtregierung ihre Wirkung nicht verfehlt. Es gibt kaum noch Spielcasinos oder Bars in denen an Automaten gespielt werden darf.

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um echtes geld spielen

Wie ernst die Regierung allerdings wirklich macht wird sich erst nächste Woche zeigen. In den ersten Tagen hat man den Unternehmen noch eine gewisse Verschnaufpause gegönnt und damit auch die Chance sich wirklich genau zu überlegen ob sie sich auf eine Beschlagnahmung einlassen wollen. Die von der SPÖ angeführte Regierung hat noch einmal extra angekündigt, dass sie es ernst meinen und auf jeden Fall noch im Januar mit Razzien loslegen werden. Dabei kann dann jeder von der Finanzpolizei beschlagnahmte Spielautomat den Betreiber bis zu 22.000 Euro kosten. Eine Summe, die man nicht so einfach riskiert.

Einschwenken Novolines erstaunlich

Etwas überraschend ist das Vorgehen von Novoline bzw. Novomatic und all seinen Tochterunternehmen. Im Vorhinein hatte man nämlich noch lauthals angekündigt, dass man dieses Automatenverbot nicht für Rechtens hält und daher auch nicht plant dagegen vorzugehen. Doch nun hält man sich nicht nur selbst mit allen Tochterunternehmen dran, nein man hat auch die Betreiber von unabhängigen Casinos mit Novoline Automaten aufgefordert sich daran zu halten.

Dieses Verhalten war so nicht erwartet worden. Gerade kann man sich auch noch keinen wirklichen Reim drauf machen. Bisher gibt es nämlich keine Äußerung von Novomatic zu der Sache. Es wird also noch einige Zeit vergehen bis wir in der Sache weitere Informationen bieten können. Und bis es so weit ist bleibt genügend Zeit zu spekulieren. Nicht wenige sind nämlich der Meinung, dass es auf eine Klage und eventuelle Schadensersatzforderungen in Hundert Millionen Höhe gegenüber der Stadt Wien hinaus laufen könnte.

Wie wahrscheinlich sind Schadensersatzforderungen?

Dabei hat vor allem Novomatic bereits angekündigt, dass man plant durchaus rechtlich gegen die Stadt und ihre politischen Vertreter vorzugehen. Solch einer Klage könnten sich auch noch andere Betreiber anschließen und spätestens wenn einer der großen damit durchkommt, werden auch weitere kleine folgen. Was im Endeffekt die Stadt dann zig Millionen kosten könnte und im schlimmsten Fall in die Pleite treibt.

Eines ist nämlich auch klar. Langfristig wird sich Novomatic das Geschäft nicht entgehen lassen. Und sollten sie mit ihrer rechtlichen Einschätzung recht haben, dann wäre eine Entschädigung das mindeste was es zu erwarten gibt. Es ist also nicht verwunderlich, dass man bei Novomatic und auch im Umfeld davon ausgeht, dass es bald wieder Novoline und andere Spielautomaten in Wien geben wird.

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