Spielregeln beim Glücksspiel

Manchmal bedarf es auch in Sachen Gesetzgebung einiger Spielregeln. Wenn es um die Regulierung des gerade erst neu aufgestellten Glücksspielgesetzes geht, wird man sich in der EU allerdings nicht einig und findet schlussendlich keinen gemeinsamen Nenner. Michael Barnier, seines Zeichens Kommissar des Binnenmarktes, zielt auf eine einheitliche Regulierung des Glücksspiels in ganz Europa ab. Online Gaming, speziell im Bereich von virtuellen Spielbanken im Netz, liegt weiterhin im Trend. Weit mehr als 13 Millionen Euro werden Jahr für Jahr in Onlinecasinos umgesetzt. Nahezu jährlich wächst diese Rate um weitere 15%. Trotz der Tatsache, dass sich die Größen der Europäischen Union nun schon vielfach zusammengesetzt und an einer Lösung gearbeitet haben, gibt es bis zum heutigen Tage keine ganzheitliche Regulierung des Marktes, die alle EU-Länder gleichermaßen betrifft. Schlussendlich erlebt jeder Staat einen Alleingang – mit völlig unterschiedlichen Regeln und Gesetzen.

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Gerichtshof wird ignoriert

Bereits vor einigen Tagen wurde in „Die Welt“ bekannt geben, dass in Brüssel strikt gegen die Monopolisierung diverser EU Staaten vorgegangen werden soll. Diese verstoßen gegen die bereits getroffene Rechtssprechung des Gerichtshofs. Nationale Gesetze im Sektor Sportwetten und Online Gambling werden noch immer nicht eingehalten. Nun soll dieser Alleingang der Mitgliedstaaten ein- für allemal ein Ende haben. Bereits im März letzen Jahres brachte Michael Barnier ein so genanntes „Grünbuch“ heraus. Erreicht hat er mit der Präsentation des Buches jedoch nichts Elementares, denn bisweilen scheint sich so mancher Staat nur bedingt um die Gesetzgebung und Regulierung des Glücksspielgesetzes, das unter anderem den Sektor Wetten umfasst, zu scheren. Die fadenscheinigen Gründe der besagten Länder, laut denen es aktuell nicht möglich sein, privaten Anbietern die Eröffnung des Online Glücksspielmarkts unter vorgegebener Regulierung zu gewähren, sind insgesamt nicht schlüssig. Beliebtestes Argument: der Spielerschutz. Das konträre Verhalten, wie zum Beispiel das Bewerben solcher Anbieter, spricht eine eindeutige Sprache.

Keine Einheitlichkeit in Sicht

In Österreich wurden Online Sportwetten privater Betreiber schon vor geraumer Zeit liberalisiert. Online Glücksspiel als solches ist dort hingegen strikt untersagt. Die Tatsache, dass die ursprünglich für private Casinoanbieter geplanten Lizenzen nach alter Rechtssprechung erneut an die staatliche Lotterie-Gesellschaft vergeben wurden, führte zu zahlreichen Klagen, die bereits beim Verfassungsgerichtshof vorliegen. Österreichischen Spielern ist es laut aktueller Lage lediglich erlaubt, die Webseite win2day.at zu nutzen, um Sportwetten abzuschließen, Lotto zu spielen und sich weiteren Glücksspiel-Bereichen zu widmen. Dieses Einengen der begeisterten Spieler führt letztlich in die Illegalität, denn das World Wide Web fragt schlussendlich nicht, ob Kunden sich überhaupt anmelden dürfen. Für die Casinoanbieter selbst hat dieses Faktum bittere Konsequenzen, wie ein jüngster Vorfall zeigt. Ein Onlinecasino wurde verklagt und musste einem Spieler die verzockten 950.000 Euro zurückerstatten, nachdem er das Geld einfach so verzockte. Die Begründung: das Unternehmen ist nicht lizenziert und darf seine Spiele folglich nicht in Österreich anbieten.

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