Sportverbände beklagen sich

Bereits am 1. Juli 2012 wurden private Sportwettenanbieter in Deutschland liberalisiert respektive legalisiert. Noch ist unklar, wie weit die daraus entstehenden Steuereinnahmen aufgeteilt werden. Die Landessportverbände sind strikt gegen die bisherige Idee des Bundes, denn man habe die teilweise Liberalisierung schließlich nicht mitgetragen, um nun das Nachsehen zu haben. Der Sprecher der Sportverbände macht deutlich, dass man sich gerade für den Breitensport Vorteile erhofft hat – speziell finanzieller Natur. Ein Drittel der aus privaten Sportwetten umgesetzten Erlöse soll wenigstens in den benachteiligten Breitensport fließen; so die Forderung der Verbände. Bei Verhandlungen wurde dies schon mehrfach deutlich gemacht, denn andernfalls hätten die Landessportverbände der durchgesetzten Liberalisierung gar nicht erst zugestimmt. Die Enttäuschung ist nun deutlich zu spüren. Die Landesregierungen erhalten schlussendlich den Appel, reinen Tisch zu machen und einvernehmliche Lösungen zu suchen, die allen Beteiligten dienlich sind.

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Keine Vorausbeteiligung in Sicht

Laut neuem Glücksspielstaatsvertrag gibt es keine Einigung über eine Vorab-Beteiligung der Sportverbände. Die Folge: die betreffenden Stellen, die speziell den Breitensport im Fokus sehen, haben auch heute noch kein Geld erhalten. Wie lange die Vergabe der ausstehenden Sportwetten-Lizenzen dauert, ist ebenfalls unklar. Zwar hat man in den Ländern bereits mit der Konzessionierung begonnen, doch bis wirklich alle Lizenzen ausgegeben wurden, können noch Monate bis Jahre vergehen. Die Verbände sehen der Zukunft eher skeptisch entgegen; sind es doch gerade gemeinnütziger Sport wie Olympia, Fußball und Co., die dringend Unterstützung finanzieller Natur benötigen. Die erhöhten Einnahmen, die man sich aus der Liberalisierung erhoffte, seien immens wichtig, um den Breitensport auch in Zukunft erhalten zu können. Derzeit scheitern die Verbände an einer umfassenden Unterstützung der Sportvereine, die nicht nur Kindern und Jugendlichen eine Zukunftsperspektive bieten, sondern letztlich auch den Sportwettenanbietern als solches.

Verbände fordern Einigung

Sport ist nicht nur Unterhaltung für TV Zuschauer und Besucher bekannter Fußballstadien. Der Sprecher der Landessportverbände bringt es ganz klar auf den Punkt: „Ohne Sport gibt es keine Sportwetten.“ Der gemeinnützige Sport erwartet nun ein Entgegenkommen der Landesregierung – und das zu Recht. Getragen wird dieser Sektor weiterhin von den Verbänden DFL und DFB. In wieweit man den Forderungen gerecht wird, zeigt sich sicherlich erst in ein paar Jahren. Bis dahin hagelt es weiterhin Kritik von Seiten der Verbände, während man in der Regierung weiterhin auf die Vergabe der 20 Lizenzen fokussiert ist. Noch scheint eine Einigung in weite Ferne zu rücken, doch wir hoffen selbstverständlich gerade für den Sport, dass es diese einvernehmliche Lösung früher oder später geben wird.

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