Streit im Staatsvertrag eskaliert

Jetzt ist es so weit, der Streit in Deutschland spitzt sich zu. Die einzelnen Bundesländer schieben sich gegenseitig die Schuld zu, und dann werden auch noch die Lotto Unternehmen aktiv. Eine Lösung wird es so nicht geben. Stattdessen wird kräftig aufeinander eingedroschen. Kürzlich kam aus Hessen ein Hinweis nach Baden-Württemberg über die Unkenntnis der dortigen Lotto Chefin.

casinodesjahres888

um echtes geld spielen

Solch eine Äußerung hätte es vor Jahren sicherlich nicht gegeben. Damals standen alle Bundesländer und Lotto Anbieter sowie staatlichen Lizenzinhaber Seite an Seite. Doch dann kam die EU und machte schnell klar, dass es so nicht geht. Schließlich darf ein Land seinen Markt nur abschirmen wenn es zum Schutz der Bürger ist. Und davon war lange Zeit nichts zu sehen. Lotto und Casinos warben großflächig und versuchten die Spieler so gut es geht zum Spielen zu animieren. Das entschied die EU war nicht rechtens und damit auch der Glücksspielstaatsvertrag. Dieser musste geändert werden – der Anfang vom Ende.

Zerfällt das staatliche Glücksspielmonopol in Deutschland

Das Ausscheren von Schleswig-Holstein aus dem Glücksspielstaatsvertrag war nur ein erster Schritt. Schließlich hat die neue Regierung kurz nach der Wahl das auch wieder so weit es geht Rückgängig gemacht. Doch die Lizenzen waren vergeben und so gab es in Deutschland legale online Casinos, die aber eigentlich verboten waren – zumindest im Rest der Republik.

Was zu einem weiteren Streit mit der EU geführt hat. Schließlich ist es sehr komisch wenn in einem Land online Casinos und Casino Spiele im Internet einmal legal und dann wieder illegal sind. Genau so gab es Ungereimtheiten bei der Vergabe von Sportwetten Lizenzen. Dazu hatten sich die Länder nämlich durchgerungen, nach Aufforderung von der EU. Nicht nur dass das Verfahren zum Scheitern verurteilt war, es wurde auch noch dilettantisch durchgezogen und Deutschland machte sich zur Lachnummer.

Wie sieht die Lösung im Streit um online Casinos aus?

Eine Lösung ist nicht gefunden. Aber zumindest scheint man in Hessen so langsam zu verstehen worum es geht, und das hier Deutsche Politiker nicht einfach so ihren Kopf durchsetzen können. Deshalb hat man auch vorgeschlagen den Markt wirklich zu öffnen und eine faire Regulierung zu beginnen. Andere Länder haben das natürlich schon vorgemacht.

Ein Schritt, der bei vielen etablierten Glücksspielanbietern aus Deutschland natürlich die pure Panik aufsteigen lässt. Lotto ist zum Beispiel schon seit Jahren rückläufig. Und sollte jetzt ein online Casino komplett legal agieren können, dann droht die Gefahr, dass noch mehr Spieler ins Internet abwandern. Was übrigens bei den schlechten Quoten von Lotterien auch kein Wunder wäre.

Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass gerade Lotto Unternehmen gegen den Vorschlag aus Hessen schießen und ihn mit aller Macht verhindern wollen. So jetzt gerade Marion Caspers-Merk. Sie ist die Geschäftsführerin der Lotto Gesellschaft in Baden-Württemberg. Da ist dem hessischen Innenminister Peter Beuth einfach mal die Hutschnur geplatzt und er hat Caspers-Merk einfach mal öffentlich in den Arsch getreten. Indirekt hat er ihr Ahnungslosigkeit und Unkenntnis vorgeworfen.

Expolitiker als Lobbyisten für Lotto

Das Problem des Glücksspiel Staatsvertrags sind die unterschiedlichen Interessen die davon betroffen sind. Regionale Politiker wollen weiterhin über die Einnahmen verfügen. Sollten große Unternehmen im online Casino Bereich tätig werden, dann gibt es zwar mehr Einnahmen für den Staat, aber eben weniger die einzelne Politiker verteilen können.

Hinzu kommt das Problem, dass natürlich die Lotto Gesellschaften mit aller Macht an ihrem Monopol festhalten wollen. Und da selbst bei rückläufigen Einnahmen die Gewinne sprießen können sie sich auch entsprechende Lobbyisten leisten. Marion Caspers-Merk zum Beispiel ist eine Bekannte des Baden-Württembergischen Finanzministers. Aber das ist nicht das einzige Beispiel, viele Expolitiker machen kräftig Lobbyarbeit für einen weiterhin geschlossenen Markt. Und dagegen ist es sehr schwer anzukommen.

Kommentare zu Streit im Staatsvertrag eskaliert