Strenge Regeln in Australien

Gewinnen impossible – so könnte man das bezeichnen, was auffällige Spieler künftig in Australien erwartet. Die Regierung des Landes hat sich ganz fest vorgenommen, die Gesetze zu verschärfen und Spielsucht auf diesem Wege vorzubeugen. Wer als Problemspieler eingestuft wird, kann schlussendlich nicht mehr gewinnen – sei es in Spielbanken oder im Internet. Sollte ein Spieler dennoch Geld erspielt haben, so muss er dieses sofort an eine Wohlfahrtsorganisation spenden. Die Chance aufs große Geld ist damit Geschichte. Ganz so schrecklich, wie sich diese neue Regelung anhört, ist sie glücklicherweise nicht. Ziel ist es nämlich, dass sich Spieler selbständig und freiwillig melden, um eine Selbstausschluss-Vereinbarung zu verzeichnen. Diese gilt dann für Clubs, Hotels und auch für landbasierte Casinos. Wird dieser Vertrag gebrochen und es kommt irgendein Gewinn zustande, so wird dieser gespendet. Die Idee soll schon Anfang 2013 beim Kabinett vorgelegt, eine Entscheidung schnellstmöglich getroffen werden.

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Selbstausschluss gleich Gewinnverzicht

Gleich mehrere Seiten haben die Idee entwickelt, durch die sich Problemspieler vielleicht schon bald von der Spielsucht lossagen könnten. Das Konzept: wer mehr als 2000 australische Dollar gewinnt, der kann seinen Gewinn in Form eines Schecks entgegennehmen und muss diesen einlösen. Bevor es zu einer Auszahlung kommt, werden Mitarbeiter im Vorfeld prüfen, ob sich der „glückliche“ Gewinner hat eintragen lassen und ob der Vertrag zum Selbstausschluss unterzeichnet wurde. Sofern dies der Fall ist, zwingt man ihn dazu, sein Geld einer der australischen Wohlfahrtsorganisationen zu spenden. Dies jedoch nicht in Form einer anonymen Scheckübergabe, sondern persönlich. Die Überreichung an den Verband zur Spielsuchtprävention und –bekämpfung erfolgt schlussendlich auf eigenen Willen, denn schließlich unterzeichnen Spieler besagten Vertrag selbst und können frei entscheiden, ob sie dadurch selbst Hilfe zur Selbsthilfe bekommen.

Entscheidung fällt erst 2013

Die Club-Industrie, die diesen Plan entwickelt hat und auf Genehmigung des Kabinetts wartet, hat damit einen geschickten Schachzug vorgelegt. Statt sich in Sachen Glücksspielreform weiterhin zu „prügeln“, wählt man den solidarischen Mittelweg und überlässt Spielern selbst die Entscheidung, wann und in welcher Form sie sich ihrer Sucht stellen. Die geplanten Regelungen sind eine wunderbare Möglichkeit, Problemspieler vor sich selbst zu schützen und Vertragsbrüchen vorzubeugen. Zwar ist damit zu rechnen, dass der Verstoß gegen den Vertrag im ersten halben Jahr nach Abschluss recht häufig vorkommt, doch die Strafe folgt direkt auf dem Fuße. Gewinne sind nicht in Sicht – zumindest keine, die höher sind als 2.000 Dollar. Ob sich die innovative Idee durchsetzen kann, wird sich schon in den kommenden Monaten zeigen.

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