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Sucht vs. Gewinn

Glücksspiel ist ein zweischneidiges Schwert. Man mag fast behaupten, Spiele wie Roulette oder auch Spielautomaten sowie weitere klassische Casinospiele haben eine magische Anziehungskraft. Und genau hier liegt schlussendlich das Problem, denn seit Jahrzehnten gibt es all diese traditionellen Spielmöglichkeiten – ebenso, wie es seit der ersten Stunde Menschen gibt, die nichtsahnend der Spielsucht verfallen. Die Regulierung des lokalen und virtuellen Glücksspiels rückt in der heutigen Zeit zwar immer mehr in den Fokus, steht jedoch der Wirtschaft entgegen, die kaum mehr auf die Umsätze aus Spielbanken und weiteren Etablissements verzichten kann. Wie soll es also funktionieren, Spielsucht einzudämmen, ohne der staatlichen Wirtschaft – gleich in welchem Land – finanziellen Schaden zuzufügen. Dass dies schwieriger ist als erwartet, zeigt sich an Dresden. Allein in dieser Metropole wurden in den letzten Jahren rund 2.000 Casinokunden für abhängig erklärt. Dem gegenüber stehen Steuereinnahmen (ausschließlich aus Spielcasinos und Spielhallen) in Höhe von rund 1,6 Mio. Euro.

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Dresden im Zwispalt

Dresden befindet sich nunmehr in einer aussichtslosen Zwickmühle, denn Spielsüchtigen muss faktisch geholfen werden. Dies gilt nicht nur im pathologischen Sinne, sondern auch Themen wie finanzielle Unterstützungen in Form von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld etc. spielen eine gewaltige Rolle. Die meisten an Spielsucht erkrankten Menschen sind aufgrund ihres Absturzes nur bedingt oder aber gar nicht mehr in der Lage, sich einer Arbeitsstelle zuzuwenden und eigenes Geld zu verdienen. Der Rattenschwanz nimmt kein Ende, denn während auf der einen Seite mehrere Millionen Euro an Steuern in die Kassen des Staats gespült werden, fließen auf der anderen Seite abertausende Euro in die Unterhaltung arbeitsunfähiger Suchtkranker. In Waage hält sich diese Konstellation nur selten – häufig überwiegen die Ausgaben den Einnahmen. In den vergangenen 10 Jahren wurden in Dresden mehr als 300 neue Slotautomaten in lokalen Spielhallen, Imbissbuden und Gaststätten aufgestellt. Seit dieser Zeit haben sich folglich auch die Einnahmen um 400.000 Euro steigern lassen, die sich allein aus Glücksspielsteuern ergeben. Der Blick auf die Suchtstatistik zeigt im selben Zeitraum eine Vervierfachung der Erkrankten.

Keine Lösung in Sicht

In Sachsen tut man sich ebenso wie im restlichen Deutschland schwer damit, Suchterkrankungen zu mindern und den Spielbetrieb dennoch aufrecht zu erhalten. Es scheint als würde man nicht auf die Steuergelder verzichten, solange diese den Ausgaben für Sozialhilfe zumindest in Großteilen überwiegen. Aktuell gilt es, einen Ausweg aus diesem Teufelskreis zu finden – bisweilen mit nur mäßigem Erfolg.

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