Teures Bingo

Eine gemütliche Runde Bingo um die Vereinskassen aufzubessern hat noch nie geschadet, dass dachten jedenfalls die Verantwortlichen eines Jassvereins in Winterthur. Doch da haben sie sich getäuscht, denn jetzt könnte diese Veranstaltung dem Verein teuer zu stehen kommen. Es droht sogar das Ende des Vereins und eine hohe Strafe.

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Doch was war überhaupt passiert. Der Winterthurer Jassverein veranstaltet schon seit mehreren Jahren diesen Bingoabend. Dabei werden dann Preise von bis zu 1.000 Euro ausgeschüttet. Die Veranstaltungen sind so beliebt, dass viele Spieler sogar mit einem Fahrservice angefahren werden. Auch dieses Mal fanden sich wieder 60 Spieler die bereit waren die Teilnahmegebühr von 35 Franken zu bezahlen.

Einschätzung von Bingo in der Schweiz

Grundsätzlich gilt auch in der Schweiz Bingo genau wie Lotto und andere Casino Spiele zu den verbotenen Glücksspielen. Das gilt jedoch nicht immer, denn es gibt da durchaus einige Ausnahmen. Zu sozialen Zwecken und bei Vereinen kann das Recht des Bundes durchaus auch mal auf die Kantone übertragen werden und diese dann für die besondere Situation es erlauben. Doch dazu darf die Veranstaltung nicht alleine dem Gelderwerb dienen.

Anders ist es nun bei dem Jassverein in Winterthur. Denn dieser hat ja ganz klar den Bingoabend nur zum Gelderwerb veranstaltet. Sie wollen nämlich Geld für die Vereinskasse einnehmen. Oder anders gesagt wollten sie von dem 150 Millionen Umsatz, der jährlich mit Bingo und Lotto in der Schweiz gemacht wird etwas abhaben.

Verein hat nicht böswillig gehandelt

Das der Verein nicht wirklich böswillig gehandelt hat ist klar. Dazu war die Sache einfach viel zu klein. Es wurden ja gerade mal Einnahmen von 2.100 Franken gemacht. Die Preise im Wert von 1.000 Franken waren zwar gesponsort aber trotzdem kann man von Einnahmen in Höhe von etwas über 2.000 Franken nicht wirklich von illegalem Glücksspiel reden. Schließlich reicht diese Summe wirklich gerade um die Vereinskasse ein wenig aufzubessern. Reich werden kann damit niemand.

Wie es allerdings nun weiter geht ist noch nicht klar. Jetzt wurde ihnen erstmal der Status als Verein aberkannt und weitere Gerichtsverfahren drohen. Jedoch will der Verein von sich aus nicht gegen die Einstufung vorgehen. Sie wollen akzeptieren und einfach weiter machen. Allerdings soll es keine Bingo Abende mehr geben. Denn diese waren in Zukunft nicht nur einmal im Jahr, sondern öfters geplant. Bei Preisjassen, einem auch in der Schweiz anerkannten Geschicklichkeitsspiel sieht die Sache anders aus. Diese sollen weiter stattfinden.

 

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