Tschechen kriegen keine Anteile

Die Hauptversammlung der Casinos Austria AG Aktionäre war nicht so erfolgreich wie zunächst erhofft. Bisher weigert sich die CASAG, ihr Aktienpaket, das 16,8% der Anteile des Unternehmens beinhaltet, an die CAME Holding zu verkaufen. Hinter dem Unternehmen stecken die bereits im letzten Nachrichtenbeitrag erwähnten tschechischen Milliardäre Karel Komarek sowie Jiri Smejc. Auch die eigentlich bestehenden Vorkaufsrechte der übrigen CASAG Aktien wurden den beiden Geschäftspartnern aberkannt.

Keine weiteren Kaufgebote angenommen

CAME hatte neben dem Aktienpaket geplant, Anteile an der Medial GmbH zu erstehen – ebenso wie an Versicherungen der CASAG. In der Hauptversammlung wurde klar gemacht, dass man diesem Kauf nicht zustimmen wird. Der Bericht des Wirtschaftsmagazins „Format“ ist eindeutig. In der gerade herausgebrachten Ausgabe werden unter anderem Gründe für diese Verweigerung angegeben. Die Entscheidung der CASAG scheint jedenfalls klar zu sein. Aktuell ist CAME Holding im Besitz von rund 30 Prozent der Medial. Theoretisch steht im Vertrag, dass das Unternehmen weitere Anteile kaufen könnte. Allerdings will die Medial weiterhin größter Einzelaktionär mit derzeit 38,3 Prozent bleiben.

Nach wie vor ungeklärte Verhältnisse

Es scheint beinahe so als sei die CAME bei den Verhandlungen um weitere Anteile komplett raus. Wie es mit der Novomatic AG weitergeht und welche weiteren Aktionäre im Umschwung sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Für endgültige Klarheit wurde leider auch bei dieser Hauptversammlung nicht gesorgt. Damit geht die „Schlacht“ um die Casinos Austria wohl schon bald in die nächste Runde.

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