Weiterhin weniger Spieler

Von einem Glücksspielboom kann in Deutschland immer noch nicht die Rede sein. Während im Internet immer mehr gespielt wird und auch in anderen Ländern die Spielbanken nach der Finanzkrise wieder mehr Umsatz machen sieht es zwischen Bodensee und Nordsee ganz anders aus. Hier sind die Zahlen weiterhin Rückläufig. Und wie gewohnt gibt man die Schuld lieber den anderen als selbst etwas zu verändern.

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Die vom Deutschen Lotto und Totoblock (DLTB) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erhobene Studie zeigt ein zumindest für die Glücksspielanbieter ziemlich erschreckendes Bild. In fast allen Bereichen sind nämlich sind die Zahlen nämlich stark rückläufig. Grund um in Sachen Glücksspielsuchtbekämpfung zu jubeln ist das allerdings nicht. In diesem Bereich gibt es nämlich weniger positives zu vermelden.

Es wird weniger gespielt in Deutschland

Die Studie soll zwar über die Probleme von Glücksspielen aufklären, jedoch gibt sie auch einen sehr guten Überblick über die gesamte Entwicklung der Branche. Schließlich geht es hier nicht nur um Spielbanken und Casinos, sondern auch Lotto, Sportwetten und mehr. Demzufolge sind im Jahre 2015 nur etwas über 37 % der Bevölkerung mit Glücksspiel in Berührung gekommen.

Das sind drei Prozent weniger also noch vor zwei Jahren. Dort wurde die Studie das letzte Mal durchgeführt. Drei Prozent ist auch ungefähr der Rückgang bei den Lotto Spielern. Statt etwas über 25 % der Bürger haben nur noch 22,7 % mindestens einmal ihr Glück versucht und auf den Lotto Jackpot gehofft. So geht es dann fast durchgängig in allen Bereichen weiter. Seien es Spielautomaten, Spielbanken oder anderen Glücksspielen.

Weniger Jugendliche mit Glücksspiel in Kontakt

Die Studie fördert aber auch zum ersten Mal ein sehr positives Ergebnis zutage. Denn auch der Kontakt von Jugendlichen mit den verschiedenen Glücksspielen ist rückläufig. Und da sind sich alle Experten einig, dass dies ein wichtiger Schritt in Sachen Spielerschutz ist. Die Zahl ist jedoch nur ganz leicht von 15,8 % auf 14,6 % gesunken.

Leider sagt die Studie nicht aus welche Faktoren für den Rückgang verantwortlich gemacht werden können. Doch sicher haben die verschärften Gesetze in den Bundesländern sowie die Aufklärung der Spielotheken dazu beigetragen.

Zunahme in Sachen Sportwetten

Es gibt allerdings ein Bereich, der erfreut sich auch weiterhin sehr positiven Zahlen. Die Rede ist von den Sportwetten. Hier ist die Zahl bei den 18- bis 20-jährigen Männern von 5,7 % auf knapp 13 % gestiegen. Sie hat sich also mehr als verdoppelt. Das dürfte wahrscheinlich vor allem in dem gestiegenen Angebot und der veränderten Gesetzgebung der EU liegen.

Von dem die Studie ausgeht zeigt aber auch, dass nicht die Rede von Sportwetten ist, sondern von illegalen Sportwetten, die immer mehr Spieler anlocken. Ob da jetzt der eigene Anbieter Oddset raus gerechnet wurde oder nicht dazu zählt ist offen. Aber auf jeden Fall müsste er durchaus auch dazu gehören, schließlich gibt es aktuell gar keine Sportwetten Lizenzen in Deutschland. Aber das ist ein anderes Thema.

Spielsucht ein Problem einzelner Personengruppen

Diese Studie zeigt aber wieder einmal, dass Spielsucht vor allem ein Problem einer bestimmten Personengruppe ist. Die meisten Abhängigen sind Männlich, noch sehr jung, haben einen niedrigen Bildungsstatus und oft Migrationshintergrund.

Doch muss auch gesagt werden, dass der Anteil an Spielsüchtigen in der Bevölkerung in Deutschland doch noch sehr gering ist. Insgesamt liegt er unter 1 %. Und da muss man sich dann schon fragen in wie weit man hier von einem großen Problem reden kann. Natürlich muss Spielsucht verhindert werden. Und viele Anbieter sind da auch bereits sehr stark präventiv tätig. Aber von einem landesweiten Problem für die Bevölkerung kann man da dann doch noch nicht wirklich reden.

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