Wenn Senioren spielen

Ist von typischen Senioren-Freizeitaktivitäten die Rede, denkt man fast automatisch an Bingo, Kaffeefahrten oder auch ans Stricken. Dass sich ausgerechnet die Alten immer häufiger vor Spielautomaten setzen, das wäre vor 20 Jahren sicherlich in diesem Ausmaß nicht denkbar gewesen. Immer mehr Senioren nehmen den Weg in die nächste Spielhalle auf sich, weil sie hier, wie sie selbst oft sagen, „etwas zu tun“ haben. Ganz offensichtlich gibt es für sie keine guten Alternativen. Die viele freie Zeit muss irgendwie gefüllt werden – gerade bei solchen Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben und im Alter nicht mehr so können wie sie es gewöhnt sind. Glücksspiele scheinen unter den Senioren immer beliebter. Rentner sehen den Besuch einer Spielhalle als Zeitvertreib an, während andere hier unter den bunten Automaten versuchen, kurzfristig ihre Gefühlswelt für einen Augenblick zu verdrängen. Wiederum gibt es auch Rentner, die sich mit den Spielautomaten fördern und fordern wollen.

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Ein nicht ganz ungefährlicher Zeitvertreib

Erst einmal kann man natürlich festhalten, dass eben auch Senioren selbst wissen, was sie tun. Das Problem besteht aber eindeutig in der drohenden Spielsucht, denn in dem Alter hat man bekanntlich nicht mehr allzu viel zu verlieren, ist möglicherweise dement und damit umso anfälliger für das Spielen. Wer erst einmal als pathologisch gilt, sollte deshalb Hilfe annehmen. Genau damit tun sich ältere Spieler aber deutlich schwerer als ihren jüngeren „Mitstreiter“. Man kann sich kaum vorstellen, wie gut diese Altersklasse drohende oder bereits vorhandene Probleme vertuschen können. Möglicherweise ist es ihnen auch unangenehm, über die missliche Lage zu sprechen, in die sie geraten sind. Gerade wenn die Rente nicht gerade üppig ausfällt, machen sich die Folgen einer Spielsucht sehr schnell bemerkbar. Genau hier müssen letztlich Verwandte und andere Personen im engeren Umfeld einschreiten.

Rentner mit Spiel-Lust brauchen Hilfe

Es ist immens wichtig, Senioren genauer zu beobachten. Eine mögliche Spielsucht lässt sich allein durch Beobachtungen aufdecken. Will der Angehörige keinen Kontakt mehr zur Familie, zieht sich immer mehr zurück und geht keinen gewohnten Aktivitäten mehr nach, sollte man bereits wachsam sein. Auch das Verschweigen von finanziellen Problemen kann auf eine Sucht hindeuten – ebenso wie der Verkauf von persönlichen Dingen, wie zum Beispiel Lebensversicherungen, Wertpapieren, Immobilien und so weiter. Hört der Angehörige sogar auf, sich um sein eigenes Wohlergehen sowie die Hygiene zu kümmern, ist es Zeit, dass die Alarmglocken schrillen. Der nächste Schritt wäre dann nämlich oftmals die Depression. Einmal darin angelangt, ist eine Therapie umso schwieriger.

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