Wettskandal im Profifußball

Ein ehemaliger österreichischer Nationalspieler soll in einen umfangreichen Fußball Wettskandal verwickelt sein. Dominique Taboga hat bei der Polizei Anzeige erstattet erpresst zu werden und das die Wettmafia von ihm verlangt Schutzgeld zu bezahlen sowie Spiele seines Vereins des SV Grödig zu verschieben.

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um echtes geld spielen

Da denkt man so etwas passiert nur in Deutschland. Dort gab es ja nun schon mehrere Sportwetten Skandale und gerade erst wurde Ante Sapin vom Gericht in Bochum verurteilt. Aber dieses Mal geht es nicht um unseren nördlichen Nachbarn, nein dieses Mal ist der Wettskandal direkt vor unserer Haustür. Beteiligt daran nicht nur Dominique Taboga vom SV Gröding als Opfer, viel schlimmer noch auch der ehemalige Nationalspieler Sanel Kuljic soll daran beteiligt sein, und zwar als Täter.

Opfer offenbart sich der Polizei und seinem Verein

Ins Laufen gekommen ist die ganze Geschichte als sich der Grödinger Abwehrspieler Taboga an die Polizei wandte. Er gab an von Sanel Kuljic und anderen massiv bedroht und erpresst zu werden. Der ehemalige österreichische Nationalspieler soll gemeinsam mit anderen mehrfach Geld verlangt haben. Ebenso soll er verlangt haben, dass Taboga alles dafür tut einzelne Spiele zu manipulieren.

Insgesamt geht das schon über einen längeren Zeitraum und Taboga hatte auch schon 87.000 Euro an Schutzgeld gezahlt. Doch die Forderungen wurden immer mehr und anscheinend auch die Drohungen gegenüber der Familie des Verteidigers. So entschloss dieser sich nicht nur seinem Verein die Wahrheit zu sagen, sondern auch zur Polizei zu gehen.

Fingierte Geldübergabe überführt Täter

Eine weitere Geldübergabe von Taboga an Kuljic wurde dann von der Polizei überwacht und der Täter sowie seine Mittäter verhaftet. In wie weit es zu Manipulation von Spielen gekommen ist lässt sich bisher noch nicht feststellen. Der Sportliche Leiter des SV Grödig sagte bei SKY Sport aus, dass es aktuell so scheint als wäre es zu keiner Manipulation gekommen. Jedoch mit Sicherheit ausschließen ließe sich das natürlich auch nicht. Taboga ist vorerst vom Aufsteiger suspendiert worden.

Brisant an der ganzen Sache ist auch das Taboga und Kuljic bis letztes Jahr zusammen beim Kapfenberger SV gespielt haben. Ob es dort bereits zu ähnlichen Vorfällen gekommen ist oder noch andere Spieler bzw. Vereine betroffen sind lässt sich aktuell nicht sagen. Die Polizei arbeitet auf Hochtouren um den Fall aufzuklären und einiges Licht ins Dunkel zu bringen. Aktuell kann man nur vermuten welcher Schwanz an Sportwettenbetrug da noch mit dran hängt.

 

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