US-Senator will Jugendliche schützen

Logo USAJugendschutz wird nicht nur hier bei uns in Österreich groß geschrieben – insbesondere in Bezug auf das Thema Glücksspiele und Lootboxen. Wie nun bekannt wurde, wird sich der US-Senator sofort für die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Ein neuer Gesetzesentwurf soll dem Problem der Lootboxen, auch bekannt als Beutekisten – in Online und Mobile Games an den Kragen gehen. Das Übel anzupacken, wird offenbar allerhöchste Zeit. Jahr für Jahr verschulden sich immer mehr Kinder, weil sie über die Lootboxen verschiedene Dinge kaufen und schlichtweg keinen Überblick mehr über die Ausgaben haben. Während Europa noch nicht allzu viel dagegen unternommen hat, geht der US-Senator nun mit gutem Beispiel voran.

Josh Hawyley, der in Missouri lebt, macht den Herstellern von Videogames eine klare Ansage. Hinter den besagten Lootboxen verbirgt sich nämlich nichts anderes als Elemente klassischen Glücksspiels. Mit diesen schaffen es die Spielentwickler, Jugendliche förmlich in den Bann zu ziehen. Die Folge: Immer mehr Teenager sind inzwischen geradezu spielsüchtig.

Amerika zieht die Reißleine – und klare Grenzen

Das Pay-to-win Konzept sowie die Monetarisierung von Lootboxen soll nun klar durch ein neues Gesetz geregelt werden. Wie genau das Ganze aussieht, hatte Hawly bereits in einem Interview erklärt:

Soziale Medien und Videospiele nutzen die Sucht der Nutzer aus, um die Aufmerksamkeit unsere Kinder von der realen Welt abzuziehen und mit Spielsucht-Gewohnheiten Profite einzufahren. Trotz der Vorteile dieses Geschäftsmodells für die Tech-Industrie ist eine Sache klar: Es gibt keine Entschuldigung dafür, Kinder mit solchen Praktiken auszunutzen.

Wenn es nach dem Senator ginge, dann dürften sich die Hersteller künftig auf empfindliche Strafen einstellen – und zwar insbesondere bei Spielen, die sich thematisch ganz klar an Jugendliche richten. Die Abhängigkeit der Kinder auszunutzen, das wird hoffentlich schon bald nicht mehr erlaubt sein. Spielsucht darf definitiv nicht gefördert werden. Selbst Spiele, die eigentlich für Erwachsene gemacht sind, sollen so aufgestellt sein, dass man Mikrotransaktionen nur Erwachsenen erlaubt. Kinder müssen hiervon deutlich abgeschirmt werden, um sie gar nicht erst in die Spielsucht hineinzuführen. In Deutschland, Australien, Großbritannien und vielen weiteren Ländern distanziert man sich von der Aussage, Lootboxen seien gleichgestellt mit Glücksspiel. Am Ende des Tages sind sie aber eben doch nichts anderes als das. Deshalb scheint es eine wirklich gute Idee, Beutekisten deutlich einzuschränken – gerade dann, wenn Jugendliche an den Spielen beteiligt sind.

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Lootboxen schon lange in der Kritik

Das Problem an den Beutekisten ist, dass zufällige Mikrotransaktionen durchgeführt werden. Auch Pay-to-Win Praktiken sollen der Vergangenheit ankommen. Jugendliche werden durch diese nämlich immer wieder aufs Neue zur Zahlung animiert. Ohne Mikrotransaktionen kommen sie im Spiel nicht weiter – und welcher Teenager will schon ein Verlierer sein? Diese psychische Abhängigkeit machen sich selbst große Spielkonzerne zunutze. Das US Gesetz ist zwar noch nicht durch, könnte in Bezug auf die Lootboxen aber einiges ändern. Wünschenswert wäre ein Nachziehen anderer Staaten.

Der Gesetzesentwurf stößt auf offene Ohren. Inzwischen hat man auch im Branchenverband ESA eine klare Meinung zum Thema und äußert sich durchweg positiv: „Wir freuen uns darauf, dem Senator Werkzeuge und Informationen zur Verfügung zu stellen, die bereits von der Branche angeboten werden und welche die Kontrolle über die „In-Game-Ausgaben“ in den Händen der Eltern lassen. Eltern haben bereits die Möglichkeit, In-Game- Käufe zu limitieren oder Jugendschutzmechanismen einzusetzen.

Ein Beispiel dafür, wie kreativ die Glücksspielunternehmen sind, um solche Lootboxen einzusetzen, zeigt sich bei bekannten Spielen wie Candy Crush Saga. Level bestreiten wird immer schwieriger, und irgendwann findet sich nur noch der Weg über die Mikrokäufe. Dass diese schnell in die Tausende gehen können, ist Kindern und Jugendlichen natürlich nicht bewusst. Sicher gibt es Entwickler, die mit gutem Beispiel vorangehen und bereits erste Maßnahmen ergreifen, um die Jugend zu schützen. Allerdings braucht es eine klare Linie, an die sich alle Konzerne zu halten haben. Diese wird in den USA sicher bald durchgesetzt.

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