Skandal bei Poker Night in America

Poker Night in America hat sich mittlerweile zu einer der beliebtesten TV Sendungen in der Glücksspielbranche entwickelt. Doch wenn die Live Action am Pokertisch direkt in das Internet übertragen wird kann es immer mal wieder zu Auseinandersetzungen kommen, die nicht so schön anzusehen oder besser gesagt anzuhören sind. So ist es jetzt passiert als in einer Folge auf Twitch Salmon Ponte aka Hashtag King einen nicht ganz so guten Tag erwischt hatte.

Zunächst tönte der aus Live at the Bike bekannte Spieler groß rum und versuchte mit einem der besten Heads Up Spezialisten ein Spiel um eine Million Dollar zu starten. Dabei konnten sie sich nicht drauf einigen unter welchen Bedingungen dieses Spiel stattfinden sollte. Während des gesamten Spiels wurde Ponte schon ausfällig, beleidigte andere Spieler und beleidigte sogar deren Frauen. Doch als er dann mit einer schwachen Hand gegen Shaun Deeb seinen gesamten Stack verlor wurde die Sache immer peinlicher.

Zunächst kam Hashtag King zurück an den Tisch und wollte weiter Spielen. Doch dafür benötigte er 5.000 $, er hatte allerdings nur noch 3.200 $ zur Verfügung. Also fing er an mit den Spielern, die er vor wenigen Minuten noch beleidigt hatte darüber zu verhandeln seine Uhren, Handys und andere Dinge zu verkaufen. Wirklich bereit dazu war niemand, als aber ein anderer Spieler ihm anbot das benötigte Geld zu leihen und dafür die ganzen Sachen als Pfand wollte eskalierte die Situation vollends. Erst als der nicht mehr ganz so liquide Poker Spieler von der Security hinaus geführt wurde, konnte das Spiel fortgesetzt werden.

Das Ende von Hashtag King in der Poker Szene?

Ein Ausraster am Pokertisch kann schon mal passieren. In der Hitze des Gefechts sagt man oft Dinge, die nicht so gemeint sind. Ja es gehört schließlich auch dazu die anderen Spieler manchmal um den Finger zu wickeln und ein anderes Mal zu ärgern. Doch für Hashtag King war mit dem Rauswurf aus dem Casino noch lange nicht Schluss. In den sozialen Medien wie Facebook machte er weiter und steigerte sich immer stärker hinein. Von rassistischen Äußerungen bis hin zu homophoben Beleidigungen, nichts wurde ausgelassen.

Mittlerweile hat das auch finanzielle Folgen für den Poker Spieler. Nicht nur, dass er sich mit seinem Verhalten lächerlich machte, auch seine Sponsoren haben sich von ihm abgewendet und die Zusammenarbeit beendet. Auch bei Live at the Bike wird er in Zukunft nicht mehr zu sehen sein. Ob das vielleicht ein Umdenken bringt wird sich zeigen. Aktuell sieht es nicht danach aus.

Hat Poker Night in America den Streit eskalieren lassen?

Im Rahmen der Diskussion über das Verhalten von Hashtag King – einen Spitznamen den er übrigens sich selbst gegeben hat – wurde auch immer wieder Kritik an dem Veranstalter laut. Besser gesagt an dem Verhalten von Poker Night in America. Den Verantwortlichen der Sendung wird vorgeworfen, dass sie nicht eingeschritten sind und die Situation so haben eskalieren lassen um mehr Aufmerksamkeit für ihre Sendung zu bekommen.

Ob das so stimmt sei einmal dahingestellt. Klar ist auf jeden Fall, dass es schon immer unter den bekannten Poker Profis ein paar Rüpel gegeben haben, die auch mal zwischendurch die Beherrschung verloren. Jedoch muss man sagen, dass es in diesem Fall schon nochmal eine andere Brisanz hat, schließlich wurde alles komplett und unzensiert veröffentlicht. Ein gutes Licht wirft das definitiv nicht auf die Poker Szene. Aber sie wird sich auch davon wieder erholen. Genau wie Hashtag King selbst, der sicherlich noch den einen oder anderen „Freund“ hat, der ihn wieder mit etwas Kapital ausstattet.

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