Flughafen in Athen soll Casino werden

Flughafen AthenDer einstige Flughafen Ellinikon in Griechenlands Hauptstadt Athen hat schon lange keinen Flugverkehr mehr erleben dürfen – genau genommen ganze 18 Jahre. Grauer Beton und längst verrostete Hinweisschilder machen einen alles andere als guten Eindruck. Für Auflockerung sorgen bestenfalls die grünen Stellen, denn die Rollfelder sind längst mit Rissen übersät, aus denen allerhand Unkraut wächst. Die Olympic Airways haben sogar einen alten Jumbo Jet dort stehen lassen, der auch alles andere als flugfähig aussieht.

In der letzten Woche ergab es sich dann, dass aus dem heute so tristen grauen Flughafen schon bald ein schillerndes Casino werden könnte. Der Grund: Die griechische Regierung hat eine Spielbank-Konzession ausgeschrieben und wartet nun auf Bewerber. Der Plan: Auf dem Flughafengelände soll ein gigantisches „Integrated Casino Resort“ entstehen. Mindestens 120 Spieltische stehen in Planung – im besten Fall finden sogar noch mehr Spiele Platz. Außerdem sollen 1.200 Spielautomaten aufgestellt werden. Die geplante Fläche für das Resort beträgt 15.000 Quadratmeter.

Interesse an Casino in Athen groß

Das Resort soll natürlich nicht nur zum Spielen einladen. Auch will man dort ein 5* Hotel mit 2.000 Betten. Geschäfte für Luxus-Kunden, Theater und Konferenzräume integrieren. Ja, die Griechen träumen derzeit von einem zweiten Las Vegas. Diese Chance wollen sich natürlich auch die Bewerber nicht entgehen lassen, die bereits in den Startlöchern stehen. Laut Medienberichten haben bereits einige große Unternehmen ihr Interesse an dem geplanten Resort bekundet. Mit dabei sollen unter anderem Hard Rock International oder auch die Lucien Bariiere Gruppe aus Frankreich sein – um nur einige zu nennen.

Dass ein Casino Resort auf dem inzwischen seit 18 Jahren ungenutzten Geländes entstehen soll, wurde nun bereits seit langem geplant. Der Ellinikon Entwicklungsplan verfolgt in erster Linie das Ziel, die Wirtschaft in Griechenland – und besonders in Athen – endlich anzukurbeln. Geplant sind Investitionen in Höhe von etwa 8 Milliarden Euro. Gestemmt wird das Großprojekt in erster Linie von Lamda Development, einem der großen Immobilienkonzerne im Land. Aber auch weitere Finanziers haben sich gefunden, die sich an der Umgestaltung des ehemaligen Flughafens beteiligen. Ein größeres urbanes Projekt steht in ganz Europa aktuell nicht an.

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Der ideale Platz für ein Resort dieser Größenordnung

Die Planungen laufen bereits auf Hochtouren. Ein großer Vorteil ist, dass der Bauplatz ideale Voraussetzungen für ein Resort wie das geplante bietet. Die Fläche beträgt rund 620 Hektar und ist damit drei Mal größer als ganz Monaco. Diese beliebte Touristenstadt, die vor allen Dingen von den Reichen besucht wird, befindet sich lediglich 10 Kilometer von Athen entfernt. Man kann also bereits heute erahnen, dass das Casinoresort relativ schnell hohe Gewinne einfahren wird.

Wie bereits gesagt, sollen nicht nur Casinobesucher Freude am Resort haben. Auch mit Einkaufszentren, Sportbereichen und Komplexen zur Freizeitbeschäftigung will Athen Gäste auf den ehemaligen Flughafen locken. Außerdem sollen in direkter Umgebung etwa 8.000 Wohnungen sowie diverse Hotels gebaut werden. Die Planer mussten sich in den letzten Jahren starkem Gegenwind durch die Opposition stellen. Die hat nämlich eindeutig etwas gegen den Bau des Casinoresorts – obgleich dieser der Wirtschaft in jeder Hinsicht dienlich sein wird.

Bewerbungsphase bis 22. April 2019

Nur noch wenige Wochen bleiben den Interessenten, sich auf die heißbegehrte Konzession zu bewerben. Angebote nimmt die griechische Glücksspielkommission bis zum Stichtag, den 22. April dieses Jahres, entgegen. Vorgelegt werden sollen Details über vorhandenes Eigenkapital, das 200 Millionen Euro nicht unterschreiten darf. Außerdem werden die letzten 3 Geschäftsjahre geprüft. Liegt der Umsatz bei jeweils mindestens 400 Millionen Euro, stehen die Chance auf einen Zuschlag besonders gut. Sobald ein Betreiber feststeht, wird die erste Bauphase wie geplant im Herbst 2019 beginnen. Die Konzession selbst soll zunächst 30 Jahre laufen, kann aber um 20 Jahre verlängert werden, sofern der Betreiber 30 Millionen Euro dafür bezahlt.

Fest steht schon jetzt, dass dem bis dato brachliegenden Flughafengelände in Kürze neues Leben eingehaucht wird. Bis zum Abschluss des Baus werden aber sicher noch einige Jahre vergehen. Schließlich gibt es große Pläne, deren Umsetzung mit viel Arbeit und Kraft verbunden ist.

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