Gesetz gegen Sportwetten Betrug

Sportwetten Betrug ist ein Problem. In Deutschland versucht man diesem mit einem neuen Gesetz Herr zu werden. Es trägt den komplizierten Namen Gesetz zur Strafbarkeit von Sportwettenbetrug und er Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben. Und es könnte starke Auswirkungen auch auf den Amateur- und Freizeitbereich haben. So kann jede versuchte Manipulation mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit hohen Geldstrafen geahndet werden.

Was sind die Folgen des Gesetzes gegen Sportwetten Betrug

Es gibt schon erste Auswirkungen. Denn der Deutsche Fußball Bund (DFB) Hat Strafanzeige gegen Spieler des VfL Osnabrück gestellt. Diese stehen unter dem Verdacht bei einer Manipulation eines Spiels der Dritten Liga beteiligt gewesen zu sein. Allerdings gibt es noch keine Ergebnisse, so dass die Spieler vorerst natürlich als unschuldig gelten. Es zeigt jedoch, dass die Sportveranstalter durchaus erfreut über die neuen Möglichkeiten sind und sie auch einsetzen.

Dabei könnte das Gesetz weitreichende Folgen haben. Während nämlich im Namen noch von “berufssportlichen Wettbewerben” die Rede ist. Doch das Gesetz ist weitaus umfangreicher. So ist es selbst im Amateur- oder Jugendbereich anwendbar wenn der Betrug mit einer finanziellen Gewinnabsicht verknüpft ist. Heißt wenn es zusätzlich noch eine Sportwette gibt. Und dabei ist es egal ob die Sportwette legal, illegal oder sich in einer Grauzone befindet.

Einfach gesagt wenn es irgendwo in der Kreisliga C zwar um nichts geht, die Spieler bekommen kein Geld und können mit einem Sieg oder einer Niederlage auch nichts gewinnen. Wenn nun zwei Fans der Mannschaften um 50 € wetten. Gleichzeitig einer davon der gegnerischen Mannschaft die Einladung zu einem Essen für den Verlust verspricht, dann wird dieses Gesetz aktiv. Die höhe des “Bestechungsgeldes” oder wie sehr sich die Teilnehmer daran bereichern ist nicht wichtig.

Auch ohne Sportwetten steht Betrug unter Strafe

Noch schärfer wird das Gesetz wenn es um den Berufssport geht. Die Definition um was es sich dabei handelt ist gar nicht so einfach. Im Gesetz heißt es wenn “überwiegend Sportler teilnehmen, die durch ihre sportliche Betätigung unmittelbar oder mittelbare Einnahmen von erheblichem Umfang erzielen”. Was der erhebliche Umfang genau ist und wie viele der Teilnehmer überwiegend sind werden dann Gerichte klären müssen. Aber gerade im Fußball kann sich das durchaus schon auf die unteren Ligen beziehen. Sollte das der Fall sein, dann ist es gar nicht nötig den Betrug bzw. die Manipulation mit Sportwetten zu verknüpfen. Dann reicht es einfach aus, aus anderen Gründen ein Ergebnis verändern zu wollen um anschließend entsprechend bestraft zu werden.

Sportverbände begrüßen Möglichkeiten des Sportwetten Betrug Gesetzes

Mit der Öffnung des deutschen Sportwetten Marktes ist solch ein Gesetz durchaus nötig. Schließlich wollen auch die online Casinos bzw. Sportwetten Anbieter hier rechtliche Sicherheit um gegen etwaige Betrüger vorgehen zu können. Diese schaden ja dem gesamten System und somit auch den fairen Spielern. Genau so sehen das auch die Sportwetten Verbände. Egal ob DFB, Deutsche Fußball Liga, der Tennis Verband und viele andere. Es gibt nur positive Äußerungen zu dem neuen Gesetz. Damit wird ein starkes Mittel geschaffen um den Sport und die Wetten in Deutschland ein Stück sicherer zu machen.

Es mag zwar hier und da auch Kritik geben. Doch bezieht diese sich nicht auf das Gesetz oder den Inhalt. Sondern eher die Ausformulierung und einige unklare Punkte. Vor allem im Amateur- und Jugendbereich befürchten einige, dass es zu vermehrten Klagen und Anzeigen kommen könnte. Doch das muss sich mit der Zeit zeigen. Was übrigens in dem Gesetz nicht erfasst ist sind nicht öffentliche und private Veranstaltungen. Wie zum Beispiel ein Firmenlauf, Freizeit-Fußballturniere, Schulsport-Wettbewerbe usw.

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